Diagnosevermittlung

Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine schwerwiegende Lungenkrankheit mit schlechter Prognose. Dr. med. Wimmer und Dr. Wilke diskutieren in dem Video die Herausforderungen des Diagnosegesprächs: Wie können behandelnde Ärzte mit ihren Patienten eine positive Grundeinstellung zur Diagnose und Therapie der IPF entwickeln? Weitere Informationen zum Patientengespräch finden Sie auf www.ofev.de

Dr. Johannes erklärt, woran die idiopathische Lungenfibrose (IPF) zu erkennen ist und wie wichtig die Frühdiagnose ist.

Die Diagnose von IPF ist schwierig. Zunächst sollte der Arzt andere Erkrankungen, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen können, ausschließen. Hierzu zählen beispielsweise kardiovaskuläre oder respiratorische Erkrankungen wie die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD).1 Etwa die Hälfte aller IPF-Patienten wird initial fehldiagnostiziert, wobei zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und der Diagnose durchschnittlich ein bis zwei Jahre liegen.5,6


Mehrere Faktoren haben Einfluss darauf, wann sich ein Patient in einer Klinik vorstellt. Da das Durchschnittsalter für den Beginn der Erkrankung bei 65 Jahren liegt5 halten viele IPF-Patienten die frühen Anzeichen der Erkrankung zunächst für Altersbeschwerden oder ignorieren diese völlig. Daher begeben sich viele Betroffene erst in Behandlung, wenn die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten ist.11  Hinzu kommt, dass viele Symptome wie Trommelschlegelfinger, Müdigkeit, Schwächegefühl und Gewichtsverlust nicht bei allen Patienten und selten im frühen Stadium der Erkrankung auftreten.3,7 Husten und Atemnot unter Belastung zählen zu den Symptomen, die häufig als erstes von den Patienten wahrgenommen werden. Sie werden allerdings ebenfalls oft anderen Faktoren wie dem Rauchen oder dem Alter zugeschrieben, was eine weitere Hürde auf dem Weg zu einer frühen Diagnose darstellt.11,12


Die Komplexität der Diagnose und die Tatsache, dass einige Symptome auch charakteristisch für andere Erkrankungen sind, tragen vermutlich dazu bei, dass IPF häufig fehldiagnostiziert wird. Mehr als 50 Prozent der Patienten erhalten anfangs eine falsche Diagnose wie COPD, Asthma oder Herzinsuffizienz.6,13 Dies kann dazu führen, dass die Patienten unzureichend behandelt werden.


Eine frühzeitige Diagnose und Überweisung an einen Spezialisten kann jedoch dazu beitragen, dass Patienten länger oder besser mit der Erkrankung leben können.14

Ein deutlicher Hinweis auf IPF ist ein charakteristisches Lungengeräusch im Sinne eines inspiratorischen Knisterrasselns, das während der Auskultation festgestellt werden kann.1,10,12 Wird dieses Knisterrasseln bei einem Patienten mit für IPF typischen Symptomen wahrgenommen, sollte er an einen Spezialisten zur weiteren Abklärung überwiesen werden.12

 

Selbsthilfe als Teil der Therapie

Dagmar Kauschka, Gründerin des LungenfibrO2e e.V., spricht über die Bedeutung der Selbsthilfe für IPF-Patienten.

 

Idiopathische Lungenfibrose – Ein Patient erzählt

Dieser 73-jährige Patient spricht über seinen Diagnoseweg sowie das Leben mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF).

 

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Patient nach Lungentrans-plantation

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Patient mit milder IPF

Dieser 72-jährige Patient spricht über den Diagnoseweg sowie seinen Alltag mit IPF.

 

Patientin mit moderater IPF

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